Zurück zu den Wurzeln


Schwarzwälder-Bote, 09.05.2012 20:01 Uhr Von Walter Maier

 

Waldachtal-Salzstetten. „Wieder zurück zu unseren Wurzeln“ lautet das Konzept für die Zukunft bei den Salzstetter Theaterspatza, die kurzzeitig in der Krise steckten. Vorsitzender Oliver Dettling verkündete bei der elften Hauptversammlung außerdem, dass „wir wieder ein paar alte neue Gesichter reaktivieren konnten“.

Mit Marga Kübler, Jutta Reitz, Uwe Kotschner und Matthias Schulz hat die Truppe wieder Spieler aus vergangenen Jahren in ihren Reihen, die mit Salzstetten sozusagen verwurzelt sind. Ganz neu im Team dabei ist Claudia Ganszki, auch fast schon eine Ur-Salzstetterin. „Mit unseren bereits mehr oder weniger lang aktiven Spielerinnen und Spielern Gabi Kreidler, Brigitte Raab, Jana Franz, André Werner und mir haben wir dann für die kommende Spielzeit eine sehr gute Besetzung zusammen“, sagte Dettling. Die langjährigen Aktiven Wolfgang Franz und Jürgen Zebrak gönnen sich für die kommende Spielzeit eine Pause. Nicht mehr aktiv sind Katja Neumann, Christina und Peter Holz.

Mit Thomas Fischer aus Dettensee zaubern die Salzstetter Theaterspatza überdies einen neuen Regisseur aus dem Hut. Zuletzt ist Fischer mit dem Projekttheater Freudenstadt bei dem historischen Stück „Jerusalem 30“ in der Rolle des „Hannas“ kreisweit ins Rampenlicht getreten. Er ist als Regisseur in Dettensee und als Regieassistent beim Freudenstädter Sommertheater aktiv. Erfahrung als Laienschauspieler sammelte er in Unterschwandorf, Dettensee und beim Sommertheater in der Kreisstadt.

Fischer tritt die Nachfolge von Christina Holz an, die neben ihrer Rolle als Akteurin ein Jahr lang Regieaufgaben ausführte. Diese Doppelbelastung, so Vorsitzender Oliver Dettling, sei nicht optimal gewesen. Mit dem erfahrenen Thomas Fischer habe man einen geeigneten Mann gefunden, der zukünftig ausschließlich die Regieführung verantworte. Als Regieassistentin fungiert die bisherige Souffleuse Steffi Werner. „Somit können wir unseren Akteuren eine bestmögliche Unterstützung garantieren“, stellte Dettling zufrieden fest.

Als neue Spielzeit haben die Theaterspatza ab 2013 das Frühjahr statt der Vorweihnachtszeit gewählt. Das schwäbische Lustspiel „Skandal im Spitalwald“ stellt einen örtlichen Bezug zum Horber Spitalwald in Salzstetten her. Regisseur Thomas Fischer schreibt das Stück auf örtliche Bedürfnisse um.

Für das neue Stück öffnet sich nächstes Jahr der Vorhang im Gemeindesaal Salzstetten an den Samstagen, 13. und 20. April um 19.30 Uhr. Auch am Sonntag, 21. April, wird erneut ein Nachmittagstermin angeboten. Aufgrund der Umstellung auf die Frühjahrszeit finden 2012 keine Aufführungen statt.

Etwas zwiespältig blickte Dettling auf das vergangene Jahr zurück: „Mit unserem Stück ›Ein ehrenwertes Haus‹ konnten wir auch 2011 unser Publikum begeistern. Es gab von allen Seiten nur die besten Kritiken. Aber wie in den vergangenen Jahren auch war es deprimierend, wie wenige Salzstetter den Weg in unsere Vorstellungen fanden“, sagte er. Daher startete die Vereinsführung eine Offensive und zeigte Präsenz bei allen Hauptversammlungen der Salzstetter Vereine.

Dettling ließ auch hinter die Kulissen blicken: „Insgesamt hatten wir 23 Proben, davon sogar sechs auf der Bühne und mit Kulissen. Wegen dem krankheitsbedingten Ausfall von Brigitte Raab und der zeitweise berufsbedingten Abwesenheit und der laschen Einstellung einiger unserer Akteure war der Probenbesuch meist nicht optimal. Wir mussten immer wieder improvisieren. Dies hätte überhaupt nicht zu dem sonst gewohnten harmonischen Probenablauf beigetragen. „Die Aufführungen standen deswegen sogar auf der Kippe. Letztendlich haben wir uns dann nach einer Krisensitzung, trotz immer wieder aufkeimender Bedenken, dazu entschlossen, unser Stück doch aufzuführen“, verriet Dettling.

Anke Schwarz ist als neue Schatzmeisterin und Nachfolgerin von Kassier Peter Holz neu gewählt worden. Holz ist aus dem Verein ausgetreten. Ortsvorsteher Wolfgang Fahrner lobte das Engagement des Vereins im Ort und während der Seniorenweihnachtsfeier.